Ja: Wie die Zeit vergeht … Manchmal weniger bewusst und manchmal sind es Lebensabschnitte, wie etwa eine Geburt oder eine bevorstehende Pensionierung, durch die diese vier Wörter vermehrt zum Denken anregen.

Das wird sicher auch bei Martin Seiler nicht anders sein, wenn er sich das gut 30-jährige Inserat anlässlich seiner Praxiseröffnung in Aegerten anschaut.

Sein Studium hat Martin Seiler in Bern abgeschlossen und er war danach im Kanton Aargau Assistenzzahnarzt. 1983 – da war ich knapp auf der Welt – hat er sich definitiv in der schönen Seeländer Gemeinde Aegerten niedergelassen. Zu dieser Zeit gehörte Aegerten wohl noch nicht zur Grossagglomeration Biel. Nein, es gab eine Post, einen Bäcker und eben auch einen Zahnarzt in diesem Ort. Es ist dank seiner stetigen Weiterbildung Martin Seilers Verdienst, dass die Praxis heute noch besteht und mit der schnellen Modernisierung in der Zahnmedizin Schritt halten konnte. Das fing bereits bei seiner Dissertation an, bei der es um neuartige Komposite und deren Aushärtung ging. Heute sind diese weissen Füllungen und deren Verarbeitung normal – aber zu dieser Zeit sicher sehr innovativ. Am Puls der Zeit
Pensionierung von Dr. med. dent. Martin Seiler
Wie die Zeit vergeht …war Martin Seiler in der Zahnmedizin auch dann, als vor rund 20 Jahren die Herstellung von Keramikzähnen mit dem Computer aufkam (Cerec).
Und nun sind es schon sechs Jahre her, seit ich als Brügger über die Aare nach Aegerten kam und sich Martin Seilers Wege und meine kreuzten. Ganz nach dem Motto «Modernisierung» organisierte er für mich ein Mikroskop und stellte mich für zwei Tage in seiner Zahnarztpraxis ein. Die Pläne für die Praxisübernahme schmiedeten wir zusammen. Und an einem schönen Sommerabend unterschrieb ich den Übernahmevertrag. Besiegelt wurde das Ganze mit einem Bier und einem Segelschleppflug auf dem Gelände der Modellfluggruppe Schwadernau.
Und wie die Zeit vergeht … Im Sommer will nun Martin Seiler als Zahnarzt definitiv in den Ruhestand treten – was ich ihm natürlich von Herzen gönne. Erst meinte er: «Ja, so nach zwei Jahren will ich dann aufhören». Nun sind es doch fünf Jahre geworden. Als Nachfolger möchte ich Martin Seiler mit diesen Worten herzlichst für die Zusammenarbeit, die Unterstützung und die stets korrekte und loyale Art danken.